Ist Milch gesund?

Die Kuhmilch ist ideal zusammengesetzt, um ein Kalb in seiner Säuglingszeit zu ernähren. Die Zusammensetzung passt sich laufend an die Bedürfnisse des Kalbes an. Sie unterscheidet sich in der Zusammensetzung sehr von der menschlichen Muttermilch, da das Kalb vor allem Energie für den Körperaufbau benötigt und weniger für die Hirnentwicklung als ein Menschenkind.

Genauso unsinnig, wie es ist, menschliche Muttermilch einem Kalb füttern zu wollen, ist es, die Muttermilch einer Kuh einem Menschen zu geben – erst recht, wenn dieser schon längst dem Säuglingsalter entwachsen ist.

Umweltgifte in der Milch

Gemäss Bundesamt für Gesundheit stammt über die Hälfte (54%) der über die Nahrung aufgenommenen Umweltgifte (Dioxine, PCB ...) aus Milchprodukten. [mehr dazu]

Geschätzte Aufnahme Summe Dioxine und PCB der Schweizer Bevölkerung über die Nahrung:

Schadstoff Diagramm

 

Milchzuckerunverträglichkeit (Laktoseintoleranz)

Gemäss einer Publikation des Milchproduzentenverbandes leiden in der Schweiz 17% der Bevölkerung unter einer Laktoseintoleranz (viele ohne es zu wissen). Die Schulmedizin hat dieses Phänomen stark vernachlässigt, da nicht daran gedacht wird, dass die angeblich gesunde Milch für so viele Verdauungsbeschwerden verantwortlich sein kann.

Laktoseintoleranzanteil der Bevölkerung in verschiedenen Ländern:

Schweden 3%
Finnland 16%
Schweiz 17%
England 20%-30%
Frankreich 42%
USA Anglo-Amerikaner 6%
USA Afro-Amerikaner 73%
Afrika fast 100%
Japan fast 100%


Neben der Laktoseintoleranz ist auch die Milcheiweissallergie ein Problem, dass viel mehr Menschen betrifft, als bisher angenommen.

Eisen

Eisenmangel ist in Industriestaaten, wo viele Milchprodukte konsumiert werden, sehr verbreitet. Einerseits hemmt Milch die Eisenaufnahme, andererseits enthält sie aber so wenig Eisen wie kein anderes Lebensmittel:

Eisengehalt in (mg/100g)
Brennessel 41
Schweinsleber 22,1
Bierhefe (getrocknet) 17,5
Ingwer 17
Sesamsamen 10
Sojamehl 10
Hirse 9
Roggenkeime 9
Sojabohnen 8,6
Sauerampfer, roh 8,5
Petersilienblatt, roh 8,0
Weizenkeime 7,5
Pistazienkerne 7,3
Sonnenblumenkerne 7
Linsen 6,9
Kichererbsen 6,5
Pfifferling 6,5
Hafer 5,8
Leberwurst 5,4
Mandeln 4,7
Haselnuss 3,8
Weizen 3,3
Kalbsschnitzel 3
Reis 2,6
Schweinsschnitzel 2,3
Brathuhn 1,8
Cervelatwurst 1,7
Mais 1,5
Hühnerei 1,4
Bachforelle 0,7
Chinakohl, roh 0,6
Milch, alle Arten 0,1

Deshalb trägt der hohe Milch(-produkte)-Konsum zum weit verbreiteten Eisenmangel bei. Weitere Infos zur Eisenversorgung: Eisen.

Folsäure

Fleisch und Milch(-produkte) gehören zu den Lebensmitteln mit dem geringsten Folsäuregehalt.
Da diese zwei Nahrungsmittelgruppen jedoch in der Schweiz sehr häufig konsumiert werden, ist der Folsäuremangel sehr weit verbreitet. Bereits werden über 200 Nahrungsmittel in der Schweiz mit Folsäure angereichert, um diesen Mangel zumindest teilweise auszugleichen.

Folsäuregehalt einiger Nahrungsmittel in Mikrogramm pro 100 g:

Folsäure

Weiteres zur Folsäure.

Nahrungsfasern

Im Gegensatz zum gesunden Obst und Gemüse und zu allen anderen pflanzlichen Produkten enthalten tierische Produkte gar keine Faserstoffe. Diese sind jedoch wichtig, um die Verdauung anzuregen. Deshalb sind bei einem hohen Konsum tierischer Nahrungsmittel (Milchprodukte sind die meistkonsumierten Nahrungsmittel in der Schweiz!) Verstopfung oder andere Verdauungsprobleme häufig.

Nahrungsfasern (g/100g)
Fleisch

0

Fisch 0
Eier 0
Milch 0
Käse 0
Tomate 1,2
Reis, poliert 1,4
Kopfsalat 1,6
Banane 2
Brokkoli 3
Vollkornreis 3
Weissbrot 3,6
Vollkornbrot 6,6
Mandeln 15

In der Schweiz werden pro Kopf und Jahr rund 400 kg Milch verbraucht. Das ist mehr als von jeder anderen Nahrungsmittelkategorie und rund fünfmal so viel wie Getreide und knapp sechsmal so viel wie Gemüse. Eine solch einseitige Ernährungsweise mit Milchwerbung noch zu fördern, ist demnach völlig falsch. Es wäre besser, wenn mehr Gemüse und Früchte gegessen werden würden (siehe oben).

Antibiotika

Durch den sehr hohen Antibiotikaeinsatz in der Nutztierhaltung entstehen immer mehr antibiotikaresistente Keime. Diese findet man deshalb auch im Fleisch und in der Milch. Vor allem rohe Milchprodukte bergen ein grosses gesundheitliches Risiko, mit einer nicht behandelbaren Infektion angesteckt zu werden. [Studie der ETH Zürich]

Milchzusammensetzung

Die Eiweisszusammensetzung jeder Kuh ist so individuell, dass man anhand eines Tropfen Milchs die zugehörige Kuh identifizieren kann. Da es sich bei der Kuhmilch um (für den Menschen) artfremdes Eiweiss handelt, muss das Immunsystem darauf reagieren. Das Immunsystem kann sich bei der heutigen Milch aber kaum noch darauf einstellen, da es sich dabei um eine Mischung von oft Hunderten Kühen handelt (die zudem bei jedem Milchkauf wieder anders ist).

Ausserdem wird die Milch in der Regel homogenisiert. Dabei werden die enthaltenen tierischen Fettklümpchen so klein, dass sie sogar die Darmwand direkt durchdringen können. Das tierische Fett kann dadurch in der Blutbahn diverse gesundheitliche Probleme hervorrufen.

Zudem enthält die Kuhmilch auch viel Cholesterin (pflanzliche Produkte sind von Natur aus cholesterinfrei).

Zivilisationskrankheiten

Die oben aufgeführten Fakten zur Kuhmilch (und weitere Aspekte) führen dazu, dass viele der sogenannten Zivilisationskrankheiten durch den heute üblichen Milchkonsum gefördert werden.
Dazu gehören zum Beispiel: Adipositas (krankhaftes Übergewicht), Osteoporose, Verstopfung, DiabetesAsthma, Neurodermitis, Grauer Star, Herzerkrankungen, Prostatakrebs, Parkinson usw.
Viele Studien zeigen klare Hinweise auf einen Zusammenhang des Milchkonsums mit diesen Krankheiten. Dennoch wird kaum Geld investiert um den genauen Zusammenhang definitiv zu (er-)klären, da niemand daran ein (finanzielles) Interesse hat und somit das Geld dafür oft fehlt.